| Risikofaktor Übergewicht |
| Selbstmord mit Messer und Gabel
Abmagerungskuren gibt es ohne Ende. Wenn es nur nicht so schwer wäre einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.... Ein neues vielversprechendes Medikament scheint Rimonabant zu sein. Es reduziert den Appetit, senkt das Gewicht und verbessert metabolische Risikofaktoren. In der RIO-Studie bei 1507 Teilnehmern war mit dem Medikament die Gewichtsabnahme 8,6 kg gegenüber einer Kontrollgruppe mit 3,6 kg, die ein "leeres" Medikament (sog. Placebo) einnahm.
Vor allem: Der Erfolg ließ sich im zweiten Behandlungsjahr halten! Hier ein weiteres Gegenrezept gegen Übergewicht zum Herunterladen und Ausdrucken Wussten Sie:
107 000 000 000 DM verursachen? |
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50. Symposion der Deutschen
Gesellschaft für Endokrinologie:
1. bis 4. März 2006, Congress Center Essen
DGE: Ein dicker
Bauch verkürzt das Leben
Bochum/Essen - Die größte Gefahr lauert in der Körpermitte:
Zuviel Fettgewebe in der Bauchhöhle erhöht das Risiko für Diabetes,
Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich, zeigen neue Untersuchungen. Etwa 20 bis
30 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen leiden am
Metabolischen Syndrom (MTS) - der Kombination aus Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen
und "stammbetontem" Übergewicht - einem dicken Bauch. Die Deutsche Gesellschaft
für Endokrinologie (DGE) hat das MTS und seine Folgen deshalb zu einem
Schwerpunktthema ihrer 50. Jahrestagung in Essen gewählt.
Fettgewebe ist nicht nur ein Energiespeicher. Es ist auch ein Organ, das Botenstoffe
bildet. Diese Hormone wirken auf andere Organsysteme wie Gehirn, Muskeln oder
Gefäße. Im Bezug auf diese Eigenschaften kommt dem Fettgewebe der
Bauchhöhle eine herausragende Rolle zu: Ist davon zu viel vorhanden, werden
zum Beispiel vermehrt Hormone gebildet, die bei Entzündungen eine Rolle
spielen. "Man geht davon aus, dass diese chronische Entzündungsreaktion
die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt", erläutert Professor
Dr. med. Harald Klein, Mediensprecher der DGE von den Berufsgenossenschaftlichen
Kliniken Bergmannsheil in Bochum. Zudem nimmt die Wirksamkeit des Hormons Insulins
ab, welches maßgeblich den Zuckerhaushalt des Körpers regelt. Dadurch
steigt für Betroffene das Risiko, zuckerkrank zu werden. Erschwerend kommt
hinzu, dass der Körper bei zu viel Bauchfett weniger Adiponektin bildet.
Dieser Botenstoff steigert beim Gesunden die Insulinwirkung und hemmt Entzündungen.
Die herausragende Bedeutung des Bauchhöhlen-Fettgewebes lässt sich
in Zahlen ausdrücken: Ein Bauchumfang von mehr als 94 Zentimetern bei Männern
und mehr als 80 Zentimetern bei Frauen gilt als wichtigstes Kriterium bei MTS.
Schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung sind nach wie vor die Hauptursachen.
Aber auch genetische Faktoren entscheiden darüber, ob jemand an einem Metabolischen
Syndrom erkrankt oder nicht. Und möglicherweise spielen sogar Viren bei
der Entwicklung von Übergewicht eine Rolle. Klar ist jedenfalls eins: Übergewicht
ist zur Volkskrankheit geworden. "Heutzutage leiden mehr Menschen an einem metabolischen
Syndrom als an Hunger", verdeutlicht Professor Klein. Der Diabetologe erörtert
das Thema in Essen unter anderem im Rahmen einer Pressekonferenz der DGE. "Man
kann davon ausgehen, dass infolge des Metabolischen Syndroms bereits mehr Menschen
sterben als an Krebs". Dick zu sein scheint außerdem unmittelbar die Lebensdauer
zu beeinflussen. Dies lassen Studien an verschiedenen Tierarten vermuten: Wer
wenig isst, lebt länger.
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
(DGE)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
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Internet: www.endokrinologie.net
Inhalt,
Zahlen, Daten und Fakten (c) 2006 Prof. Dr. Stefan von Sommoggy
Veröffentlichungen nur mit schriftlicher Genehmigung, Konzept & Layout (c)
2006 Prof. Dr. Stefan von Sommoggy