| Der
Patient, der an einer chronischen arteriellen Verschlußkrankheit (AVK)
leidet, stellt einen Problempatienten dar.
Ursache
der AVK: zu 90% Arteriosklerose,
welche häufig das gesamte Arteriensystem befällt. Es befällt
nur selten einen bestimmten Gefäßabschnitt.
Dies führt zu unterschiedlichen Krankheitsbildern,
die je nach Manifestationsort der Arteriosklerose und somit der AVK eine
bestimmte Symptomatik aufweisen.
AVK
der unteren Körperhälfte
Bei über 80% der Patienten ist die chronische
AVK an der unteren Extremität (Bein, "Raucherbein") lokalisiert
.
Einteilung
der AVK
a) Beckentyp: betrifft Stenose
od. Verschluß im Aorten- und Iliacalbereich
b) Oberschenkeltyp: betrifft Erkrankung
des Femoralis- und Poplitealbereich
c) Unterschemkeltyp: betrifft popliteo-cruralen
oder digitalen Abschnitt
d) Mehretagenkrankheit: häufig
vorkommende Kombination der drei o.g. Verschlußtypen mit limitierten Operationserfolg,
da unter Umständen die Ein- bzw. Ausstrombahn nicht ausreichend ist.
Die
chronische AVK im Schultergürtel und der Eingeweidearterien
ist sehr selten.
Begleiterkrankungen,
selbst durch die Arteriosklerose verursacht, sind bei AVK-Patienten
sehr häufig:
a) Koronarsklerose
b) Bluthochdruck (Hypertonie)
c) Nierenarterienverengungen (NAST)
d) Hirndurchblutungsstörungen
e) Erkrankungen d. Magen-Darm-Traktes
f) Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
g) Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämien)
h) Gicht (Hyperurikämie)
a)
Koronarsklerose die zur koronaren Herzkrankheit (KHK) führt:
betrifft ca.35% der AVK - Patienten, wobei die Arteriosklerose
der Koronararterien meist stärker ausgeprägt ist als die des übrigen Gefäßsystems.
Dies ist der Hauptgrund für den Herzinfarkt als haüfigste Komplikation
bei diesen Patienten.
Klassisches Symptom: Angina pectoris.
Folgen: Herz- Insuffizienz, Herzinfarkt und plötzlicher Herztod.
In den zivilisierten Ländern stellt die KHK die häufigste Todesursache
dar. Jährliche Sterberate: 5 - 8%.
Bei
gefäßchirurgischen Eingriffen,die die Aorta mitbetreffen, besteht bei
Patienten mit koronarer Gefäßerkrankung ein noch höheres Risiko als beim
Herzgesunden : Durch das Abklemmen der Aorta, das Clamping, entsteht im
proximalen Versorgungsgebiet, also oberhalb der Klemme, ein Hochdruck,
während die untere Körperhälfte minderdurchblutet wird. Nach dem Lösen
der Klemmen, dem Declamping, kommt es zu einer raschen Füllung des distalen
Gefäßsystems, was zu einem (plötzlichen) Blutdruckabfall führt.
Ebenfalls können längere Hypotoniephasen
durch starke Blutungen mit entsprechenden Kreislaufreaktionen ausgelöst
werden, die vom Narkosearzt nicht immer sofort ausgleichbar sind.
Der Koronarkranke reagiert auf die operationsbedingten
Kreislauf- Veränderungen sehr empfindlich: Ein starker Blutdruckanstieg
führt zu einer höheren Wandspannung im linken Ventrikel, die subendokardial
gelegenen Myokardschichten werden minderperfundiert bei gleichzeitig erhöhtem
Sauerstoffbedarf. Ein Blutdruckabfall hingegen hat eine Minderperfusion
der Koronargefäße zur Folge, was zu einer Erniedrigung des myokardialen
Sauerstoffangebotes führt. Bei KHK-Patienten wird so das schon bestehende
Mißverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf noch vergrößert.
Ein weiteres perioperatives Risiko für
den Koronarkranken ist die Veränderung der Körpertemperatur. Intraoperativ
kühlt der Patient aus. Steigt nun postoperativ die Körpertemperatur wieder
an, kommt es zur "Frier"-Reaktion. Der hier um ein Vielfaches
gesteigerte Sauerstoffbedarf kann bei diesen Patienten zum Herzversagen
führen, da sie nicht über die notwendige Koronardurchblutungs-Reserve
verfügen .
Perioperative Myokardinfarkte sind deshalb
bei Patienten mit einer KHK wesentlich häufiger als beim Herzgesunden.
Die perioperative Herzinfarktrate, bei
Infarkt in der Vorgeschichte, ist wesentlich höher als bei Patienten ohne
koronare Herzerkrankung. Das Risiko eines Reinfarktes ist umso höher ,
je kürzer das Intervall vom letzten Infarkt bis zur Operation ist.
b)
Bluthochdruck (Hypertonie): mitverantwortlicher Risikofaktor für
die Arteriosklerose und zusätzlich erhöhtes Risiko für gefäßchirurgische
Patienten. Zahl der Hypertoniker in der erwachsenen Bevölkerung
der Industrieländer: ca. 10 -15%. Zahl der AVK-Patienten mit Hochdruck:
53%. Im eigenen Patientengut beträgt die Zahl der Hypertoniekranken, die
hinsichtlich dieses Punktes befragt wurden sogar 94 %.
Die Hypertonie führt über eine vermehrte
Druckarbeit des linken Ventrikels zur Linksherzhypertrophie und schließlich
zu einer Herzinsuffizienz. Ebenfalls kann es über den Weg der Endothelschädigung
zur Arteriosklerose kommen und somit auch zu einer Koronarsklerose , die
dann wiederum zur KHK mit eingeschränkter Koronarreserve führt. In kardialer
Hinsicht ergeben sich beim hypertonen Patienten die gleichen Probleme
und Risiken wie beim Koronarkranken , zumal Letztere meist ebenfalls an
einer Hypertonie leiden. Zusätzlich ist noch zu erwähnen, daß der Hypertoniker
noch sensibler auf Blutdruckveränderungen reagiert, und daß er unter Umständen
extrem hohe Druckwerte mit der Gefahr einer Hochdruck- Krise erreichen
kann.
Die Hypertonie hat aber noch weitere Folgen.
Am Gehirn zum Beispiel kann sich eine zerebro-vaskuläre Insuffizienz
entwickeln , deren mögliche Folge eine transitorische ischämische Attacke
oder ein Schlaganfall (Apoplex) sein kann. Immerhin gehen 90 %
der Apoplexe mit Hypertonie einher.
Vereinfacht kann man sagen , daß die unterschiedlichen
Krankheitsbilder der chronischen Verschlußkrankheit, die sich hauptsächlich
über den Pathomechanismus der Arteriosklerose entwickeln, den Risikofaktor
" Hypertonie " gemeinsam haben. Diese Tatsache erklärt, warum
die Zahl der Hypertoniker in der Gruppe der Arteriosklerosekranken relativ
gesehen höher ist als in der Gesamtbevölkerung.
c)
Nierenarterienverengungen (-stenosen): betrifft ca. 60-70% der AVK-Patienten.
Im eigenen Patientengut wiesen 5,7% der Patienten zusätzlich zur
eigentlichen Operationsindikation eine operationswürdige Nierenarterienstenose
auf.
Poststenotisch kommt es zum Druckabfall
, wodurch das Renin-Angiotensin-System (blutdrucksteigernde Hormonausschüttung)
der Niere in Gang gesetzt wird, was schließlich zu einem nierenbedingten
Hochdruck führen kann, der häufig therapieresistent (spricht auf keine
Behandlung an) ist.
Die Gefahr der Nierenarterienstenose besteht
im totalen Verschluß der Arterie und im Funktionsverlust der Niere.
Perioperativ kommt es zu einer verminderten
Nierendurchblutung, sowie zu einer Abnahme der Harnproduktion. Verantwortlich
hierfür sind vor allem ADH und Aldosteron (Hormone) , die auf Einschränkungen
des extrazellulären Volumens entsprechend reagieren , ferner Blutverluste
und eine Senkung des Blutdruckes. Diese perioperativ bedingten Veränderungen
treffen sowohl für die gesunde Niere, als auch für die kranke Niere zu,
wobei eine präoperativ vorgeschädigte Niere weiter an Funktion verlieren
kann.
Patienten , die an einer Niereninsuffizienz
leiden, weisen schon präoperativ eine Erhöhung der harnpflichtigen Substanzen
im Blut auf. Da die insuffiziente Niere nicht mehr in der Lage ist, überschüssige
Säureäquivalente in genügender Menge auszuscheiden, entwickelt sich eine
metabolische Azidose (Ansäuerung des Blutes), die der menschliche
Organismus durch respiratorische Kompensation ( durch schnelles Atmen)
auszugleichen versucht. Perioperativ ist der Nierenkranke nicht in der
Lage , seine " normale " Nierenfunktion so schnell wieder aufzunehmen
wie der Nierengesunde.
d)
Hirndurchblutungsstörung: betrifft ca. 8 % der AVK-Patienten
Man unterscheidet die generalisierte
Arteriosklerose der Hirnarterien und die arteriosklerotisch bedingten
Veränderungen der extrakraniellen Hirngefäße mit Bevorzugung der Karotisgabel
und der A. Karotis interna.
Im eigenen Patientengut wiesen 48 % der
untersuchten Patienten bei der Dopplersonographie der extrakraniellen
Hirngefäße eine pathologische Veränderung auf. Bei 30 % von ihnen wurde
aufgrund des Untersuchungsergebnisses präoperativ eine Thrombendarteriektomie
der A. Karotis durchgeführt. Die gefürchtete Folge dieser Stenosen und
Verschlüsse im Karotisbereich ist ein Apoplex, bzw. seine Vorstufen .
Hervorgerufen werden können diese Komplikationen zum Beispiel durch eine
anästhesiebedingte Blutdrucksenkung. Da die meisten dieser Patienten unter
Hypertonie leiden und der erhöhte Druck inzwischen nötig ist, um eine
ausreichende Blutversorgung des Gehirns zu gewährleisten, kann eine allzu
große Drucksenkung eine große Gefahr für diese Patienten darstellen. Die
perioperative Hypotonie ist aber nicht immer zu vermeiden. Auf der anderen
Seite kann ein extrem hoher Blutdruck zum Lösen von arteriosklerotischen
Plaques bzw. von ihnen aufsitzenden Thromben führen, und so eine Hirnembolie
verursachen. An diesem Punkt wird die Problematik der Patienten , die
an den vielfältigen Folgen der Arteriosklerose leiden, ganz deutlich.
e)
Erkrankungen d. Magen-Darm-Trakes: wurden, nach eigenen Erfahrungen,
bei ca. der Hälfte der präoperativ gastroskopierten Patienten gefunden.
Es finden sich am häufigsten Veränderungen wie frische Ulzera, Gastritiden,
Duodenitiden und Ulkusnarben. Um eine perioperative Blutung von Ulzera
zu vermeiden, bzw. das Auftreten von Stressulzera zu verhindern, müssen
diese Patienten präoperativ behandelt werden. Bei 6,5% der untersuchten
Patienten mußte die Operation aufgrund des Befundes verschoben werden.Das
ist natürlich nur bei Patienten möglich,die keinen akuten Gefäßverschluß
entwickelt haben.
f)
Diabeteshäufigkeit (Zuckerkrankheit): beträgt 2-3% der Bevölkerung
in der Bundesrepublik Deutschland . Beim gefäßchirurgischen Patientengut
findet man eine wesentlich höhere Zahl (bei circa 18%). Diese Zahl ist
verständlich, wenn man bedenkt, daß die Arteriosklerose bei Diabetikern
früher beginnt und wesentlich schwerer verläuft. Sie stellt als diabetische
Makroangiopathie (Erkrankung der großen Gefäße) eine Sonderform der
Arteriosklerose dar. Die Mehrzahl der Diabetiker verstirbt heutzutage
an den arteriosklerotischen Komplikationen, wobei der Herzinfarkt wohl
die größte Rolle spielt.
Die Mikroangiopathie (Erkrankung
der kleinen Gefäße), als Spätsyndrom des Diabetes, manifestiert sich im
ganzen Gefäßsystem und imponiert als Retinopathie, Nephropathie, diabetischen
Gangrän und eventuell als Neuropathie.
Die Nephropathie, Glomerulosklerose Kimmelstiel
- Wilson, führt zu einer Niereninsuffizienz mit den schon erwähnten Folgen
und Problemen.
Unter der diabetischen Gangrän
versteht man Läsionen am Fuß, die schon durch geringfügige Traumen ausgelöst
werden. Diese Defekte heilen schlecht und infizieren sich häufig.
Durch die fehlende Wirkung des Insulins
kommt es bei Diabetikern zur gesteigerten Lipolyse im Fettgewebe mit vermehrt
anfallenden Fettsäuren, die in der Leber zur Deckung des Energiebedarfs
in Ketosäuren umgewandelt werden, aber nur bedingt verwertet werden können,
so daß es zum Anstieg von freien Fettsäuren und Ketonkörpern im Blut kommt.
Das führt zur Azidose.
Der Insulinmangel bewirkt ferner eine
Erhöhung der Cholesterinproduktion. Die LDL - Cholesterinkonzentration
ist häufig erhöht.
Ebenso sind Fettstoffwechselstörungen,
vor allem die endogene Hypertriglyzeridämie bei Diabetikern häufig. Diese
Störungen und die Erhöhung der Blutfette stellen wiederum Risikofaktoren
für die Arteriosklerose dar. Hinzu kommt noch, daß viele Diabetiker an
Hypertonie und Adipositas leiden. Eine Adipositas erschwert ebenfalls
jegliche Operation.
g)
Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämien): betrifft ca. 8%
der AVK-Patienten. Sie tragen mehr oder weniger zur Entstehung der Arteriosklerose
bei. Treten weitere Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Adipositas,
Hypertonie und Hyperurikämie hinzu potenziert sich das Risiko. So ist
es einleuchtend, daß viele AVK - Patienten von einer Hyperlipidämie betroffen
sind.
Besonders hervorzuheben ist hier die familiäre
Hypercholesterinämie, die nach Frederickson dem Typ IIa und IIb
entspricht und auf einem Defekt des LDL - Rezeptors beruht. Durch die
Zunahme von LDL im Plasma kommt es frühzeitig zur Koronarsklerose . Auch
die familiäre Typ -III- Hyperlipoproteinämie, bei der ein abnormes Beta
-VLDL- Lipoprotein gebildet wird, führt zu einer Arteriosklerose, die
sich vor allem an den Koronararterien und den großen peripheren Arterien
manifestiert. Häufig sind eine gestörte Glukosetoleranz und eine Hyperurikämie
mit dieser Form vergesellschaftet. Die familiäre kombinierte Hyperlipidämie
steigert ebenfalls das Herzinfarktrisiko.
Erkrankungen
wie Diabetes mellitus, Adipositas oder Niereninsuffizienz können zu sekundären
Hyperlipoproteinämien führen.
Es wird deutlich,daß eine Krankheit die
nächste zur Folge haben kann, bzw. eine Krankheit einen Risikofaktor für
eine weitere Krankheit darstellt.
h)
Gicht (Hyperurikämie): Häufigkeit in der Bevölkerung: ca. 1-2%. Sie
tritt häufig mit anderen Erkrankungen wie Hyperlipidämien, einer gestörten
Glukosetoleranz, einer Adipositas oder einer arteriellen Hypertonie auf
und beruht meistens auf einer verminderten renalen Harnsäureausscheidung,
seltener auf einer Überproduktion von Harnsäure.
Bei Arteriosklerosekranken findet man
sie natürlich relativ häufig, da sie mit den oben genannten Erkrankungen
korreliert, die alle das Risiko der Arterioskleroseentstehung erhöhen.
Eine ernste Komplikation der Hyperurikämie
im chronischen Stadium ist die Gichtniere mit gehäuftem Auftreten
einer Nephrosklerose, die wiederum den Blutdruckanstieg und eine Progredienz
der Arteriosklerose fördert.
Abschließend
kann man sagen, daß die Mehrzahl der gefäßchirurgischen Patienten, die
unter einer AVK leiden und sich einem gefäßchirurgischen Eingriff unterziehen
müssen, im Alter zwischen 60 und 70 Jahren sind.
Diese Altersverteilung wurde auch beim
eigenen Patientengut gefunden.
Das erhöhte Alter selbst ist schon ein
Operationsrisiko, da Belastungen wie Narkose, Blutverlust, Hypoxämie und
der allgemeine Operationsstreß schlechter verkraftet werden. Das trifft
auch für die postoperativen Komplikationen zu, die bei älteren Menschen
häufiger auftreten. Vereinfachend gesagt ,hat ein Mensch um so mehr Begleiterkrankungen
je älter er ist. Dies trifft auch für den Arteriosklerotiker zu. Es ist
verständlich,daß bei längerem Bestehen der Arteriosklerose die Gefäßveränderungen
immer mehr Abschnitte des Arteriensystems befallen, und die pathologischen
Veränderungen immer schwerwiegender werden.
Das
Fatale ist, daß die einzelnen Risikofaktoren als eigenständige Erkrankung
den nächsten Risikofaktor nach sich ziehen können, so daß der ältere Arteriosklerosekranke
eine große Anzahl von Krankheiten hat, die ihn zum Problempatienten machen.
Die
postoperativen Kompliaktionen sind ebenfalls durch das Grundleiden bedingt,
so daß neben chirurgischen Komplikationen auch internistische Komplikationen
wie Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, renale, zerebrale oder pulmonale Störungen
auftreten können. Auch hier gilt, je weiter fortgeschritten die Begleiterkrankung
ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß entsprechende Komplikationen
auftreten.
Nachdem
fast alle postoperativen Komplikationen bei der Besprechung der verursachenden
Begleiterkrankungen erwähnt wurden, werden an dieser Stelle nur noch die
lungenbedingten (pulmonalen) Komplikationen beschrieben.
Die schwerwiegenste pulmonale Komplikation
ist die Atem- Insuffizienz, die durch Erkrankungen oder Komplikationen
wie Pleuraerguß, Lungenemphysem, Atelektase, Pneumonie, Lungenstauung
oder einer restriktiven Erkrankung verursacht werden kann.
Patienten, die schon präoperativ an einer
Lungenfunktionsstörung leiden, tragen natürlich ein höheres Risiko bezüglich
der respiratorischen Insuffizienz. Eigene Beobachtungen zeigen, daß pulmonale
Erkrankungen dieser Art bei Arteriosklerosekranken recht häufig sind.
Hinzu kommt noch, daß die meisten Patienten Raucher sind oder waren, wodurch
die Gefahr einer postoperativen Pneumonie und damit der respiratorischen
Insuffizienz erhöht ist .
Deshalb ist das präoperative Atemtraining
besonders wichtig, um der postoperativen Ateminsuffizienz vorzubeugen.
Der
gefäßchirurgische Patient, der durch seine generalisierte Grunderkrankung
häufig multimorbide ist, bedarf einer besonders ausführlichen präoperativen
Diagnostik und Therapie und einer sorgfältigen postoperativen Nachsorge.
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