Merkblatt für Gefäßkranke

 

Die durchgeführte Gefäßplastik gewährleistet eine weitgehende Normalisierung der Blutversorgung. Voraussetzung für einen dauerhaften Operationserfolg ist, daß es zu keinen neuen Gefäßverschlüssen vor oder hinter dem operierten Gefäßabschnitt kommt. Hierfür ist es notwendig, daß die Erkrankungsvorgänge, die zum Schlagaderverschluß geführt haben, aufgehalten werden und zum Stillstand kommen.

Sie selbst können hierzu entscheidend beitragen, wenn Sie Folgendes beachten:

  1. Geben Sie das Rauchen vollständig auf.
  2. Schon 1 bis 2 Zigaretten pro Tag können die Erkrankung wieder zum Aufflackern bringen!
  3. Bei Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln ist zu beachten: 
  4. Lassen Sie regelmäßig den Blutgerinnungswert (Quick-Wert) bei Ihrem Hausarzt untersuchen und nehmen Sie die verordneten Tabletten genau nach Vorschrift ein! Jede unkontrollierte Unterbrechung der Behandlung kann einen neuen Gefäßverschluß zur Folge haben.
  5. Nicht Gewicht zunehmen!
  6. Essen Sie fettarm, aber eiweißreich und vitaminreich. 5 kleinere Mahlzeiten sind besser als 3 ausgiebige. Schalten Sie ein- bis zweimal wöchentlich einen Obst- oder Reistag ein. Alkohol ist in vernünftigen Mengen erlaubt.
  7. Körperliche Bewegung fördert den Blutkreislauf!
  8. Beginnen Sie den Tag mit 5 Minuten allgemeiner Körpergeymnastik, gehen Sie täglich möglichst 2 x 1/2 Stunde spazieren, ab er nur innerhalb Ihrer schmerzfreien Gehstrecke!
  9. Kommen Sie regelmäßig zur Nachuntersuchung bei Ihrem Hausarzt
  10. (oder bei uns)
    3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 2 Jahre usw. nach der Operation. Telefonische Anmeldung bei uns unter der Nummer 08038 / 901310
    So kann festgestellt werden, ob die Gefäßerkrankung zum Stillstand gekommen ist oder ob eine erneute Behandlung notwendig ist.
  11. Suchen Sie sofort Ihren Hausarzt auf, wenn Sie eine erneute Durchblutungsstörung bekommen (Blaßwerden und Kaltwerden der Füße, starke Schmerzen). 
  12. Eine Behandlung in den ersten 6 Stunden erlaubt es in den meisten Fällen, die Durchblutung wieder vollständig herzustellen. Zu einem späteren Zeitpunkt sind die Behandlungserfolge ungünstig.

 

 

Inhalt, Zahlen, Daten und Fakten (c) 2002 Prof. Dr. Stefan von Sommoggy
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