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Autor:
Alfred Gugg
Lebensqualitätsänderung
bei
Carotis-Stenose
Stadium I (ohne
Symptome)
versus
Stadium
II-IV
(mit
Symptomen =neurologischen Störungen)
Die
körperliche Funktionsfähigkeit bei den asymptomatischen ACI-Stenosen zeigt
eine geringfügige Verschlechterung postoperativ gegenüber präoperativ. Bei
den symptomatischen ACI-Stenosen ist sie deutlich verbessert. Die Veränderung
sind allerdings statistisch nicht signifikant.
Auch
hier ergibt sich ein ähnliches Bild wie beim vorhergehenden Item. Leichte
Verschlechterung bei den asymptomatischen ACI-Stenosen versus gleichbleibende körperliche
Rollenfunktion postoperativ, bei nicht signifikanten Ergebnissen.
Betreffend
die körperlichen Schmerzen profitieren beide Patientengruppen von der
operativen Therapie, wobei es bei den symptomatischen Patientengruppe zu einer
deutlicheren Verbesserung kam als bei den asymptomatischen Patienten.
Auch
hier statistisch nicht signifikante, aber deutliche Veränderungen.
Verschlechterungen der allg. Gesundheitswahrnehmung gegenüber einer leichten
Verbesserung postoperativ in der zweiten Gruppe.
Die
soziale Funktionsfähigkeit hat sich postoperativ kaum verändert. Mit einem Wert von ca.
75 in beiden Patientengruppen, präoperativ sowie postoperativ, sind die
zwischenmenschlichen Beziehungen sehr gut.
Die
emotionale Rollenfunktion zeigt bei der asymptomatischen Gruppe keine Veränderung,
wohingegen die symptomatische Gruppe drei Monate postoperativ eine erhebliche
Verschlechterung der emotionalen Rollenfunktion angibt.
Gering
verbessert, aber wie auch alle anderen Werte nicht signifikant, wurde das
psychische Wohlbefinden.
Eine
klare Verbesserung des Gesundheitszustandes, und damit
in der Lebensqualität, kann postoperativ in beiden Patientengruppen
festgestellt werden.
Hier
entspricht ein niedriger Wert einem besseren Gesundheitszustand!
Lebensqualität
nach Karotis-Operationen
Bei
Operationen einer ACI-Stenose zeigt sich in Teilbereichen eine erhebliche
Verbesserung der Lebensqualität.
Warum
es in den Bereichen der körperlichen Rollenfunktion, der
Gesundheitswahrnehmung, der Vitalität, der sozialen Funktionsfähigkeit und der
emotionalen Rollenfunktion zu keiner Verbesserung, bzw. Verschlechterung kam
geht aus dem Testergebnis nicht hervor.
Der
Test erfaßt nicht die zwischen den prä- und postoperativ beantworteten Fragebögen
zusätzlich bestehenden und neu eingetretenen Erkrankungen und deren
Mitbeteiligung an den schlechteren Ergebnissen in den verschiedenen Skalen der
Lebensqualitätsmessung.
Die
Differenzierung der Ergebnisse nach asymptomatischer
und symptomatischer Carotisstenose lässt
darauf schließen, dass bei den symptomatischen Carotisstenosen ein erheblich höherer
Leidensdruck besteht als bei den asymptomatischen Stenosen, die in der Regel nur
durch einen Zufallsbefund, z.B. durch eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung,
bzw. durch Untersuchung aufgrund einer anderen primären Erkrankung, z.B.
Hypertonus oder Herzbeschwerden, entdeckt wurden. Letztere Patienten sind sich
ihrer Gesundheitsgefährdung durch die Carotisstenose oft nicht bewußt und
diesbezüglich in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt.
Die
nach Befunderhebung erfolgte Aufklärung ist offensichtlich der Grund der
postoperativen Verbesserungen in o.g. Teilbereichen der Lebensqualität auch bei
den Patienten mit einer asymptomatische Carotisstenose. |