| Wie lange
dauert der stationäre Aufenthalt?
In den meisten Fällen sehr kurz, d.h. normalerweise
kann man am Tag nach der Operation oder ein/zwei Tage später
nach Hause gehen. Der Entlassungszeitpunkt hängt sehr stark von
Ihren Beschwerden und dem Ausmaß der Operation ab.
Wie lange
bin ich arbeitsunfähig?
Die Arbeitsunfähigkeit beträgt normalerweise
14 Tage nach Entlassung. Es ist aber ohne weiteres möglich, auch
früher wieder zur Arbeit zu gehen, wenn die Beschwerden gering
sind, der Kompressionsstrumpf getragen wird und die Arbeitsbelastung
etwas flexibel gestaltet werden kann.
Wann werden
die Fäden entfernt?
Am achten Tag nach der Operation.
Wie lange
muss ich den Kompressionsstrumpf tragen bzw. das Bein wickeln?
Ca. 14 Tage, manche Patienten tragen ihn aber auch länger.
Müssen
die Kompressionsstrümpfe auch nachts getragen werden?
Nein. Wegen der wagrechten Lage im Bett kann nachts
auf den Kompressionsstrumpf / die elastische Binde verzichtet werden,
da keine Belastung des Venensystems durch die aufrechte Körperhaltung
gegeben ist.
Kann man
Krampfadernnur im Winter oder auch in der warmen Jahreszeit operieren?
Selbstverständlich.
1. ist das Klima bei uns nur sehr selten wirklich heiss
und
2. muss die Kompression, wie gesagt, nur kurze Zeit,
also zwei Wochen, durchgeführt werden.
Wie lange nach der Operation darf ich mich nicht
belasten?
Etwa drei Tage soll nicht allzuviel Bewegung erfolgen,
um das Abheilen der Leistenwunde zu gewährleisten. Danach kann
je nach subjektiven Beschwerden praktisch unbegrenzt belastet werden,
z.B. auch Skifahren ist nach 10 bis 14 Tagen ohne weiteres möglich.
Wann darf
man nach der Operation Duschen und Baden?
Wenn die Fäden entfernt sind.
Wann darf
ich nach der Operation wieder Sport treiben?
Frühenstens nach drei Tagen (siehe Frage Belastung).
Wann darf
ich nach der Operation in die pralle Sonne zum Sonnenbaden?
Bei frischen Wunden kann es bei starker Sonnenbestrahlung
zu einer verstärkten Pigmentierung der Narben kommen, so dass
eine direkte Sonneneinstrahlung die ersten drei Monate vermieden werden
sollte.
Darf ich
als Venenkranker in die Sauna gehen?
Gegen Saunagänge ist grundsätzlich nichts
einzuwenden, wenn danach konsequent ein kalter Guss vorgenommen wird.
Zusätzlich ist immer auf ausreichendes Trinken zu achten, um
den durch Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen
und durch “Eindicken des Blutes” nicht das Risiko einer Thrombose
heraufzubeschwören.
Nach einer Varizenoperation nach 14 Tagen.
Was hat
die Pille mit Krampfadern zu tun?
Nichts. Die Pille verursacht eine leicht
höhere Neigung zu Thrombosen.
Können
Krampfadern nach der Operation wiederkommen?
Die vorbestehenden und beseitigten Krampfadern können
natürlich nicht wiederkommen. Allerdings werden heutzutage nur
zum Operationszeitpunkt erkrankte Venenbezirke entfernt. Es ist deshalb
nicht auszuschließen, dass derzeit noch gesunde Venen später
sich ebenfalls im Sinne von Krampfadern verändern, da die Veranlagung
zur Ausbildung von Krampfadern durch die Operation nicht beseitigt
werden kann.
Warum kommt
es häufig durch eine Schwangerschaft zum Auftreten von Krampfadern?
Die Schwangerschaft verursacht typische Veränderungen,
wie Anstieg des Blutvolumens, Weichwerden des Gewebes und eine Behinderung
des venösen Rückstroms durch das in der Gebärmutter
heranwachsende Kind. Deshalb sollten gerade bei familiärer Neigung
zur Krampfaderbildung sehr konsequent Kompressionsstrumpfhosen getragen
und auf regelmäßige Bewegung geachtet werden. Gewichtszunahmen,
die über das normal durch die Schwangerschaft ansteigende Gewicht
hinausgehen, sollten vermieden werden.
Sind blaue
Flecken und Blutergüsse gefährlich?
Nein. Sie sind praktisch ein unvermeidbarer “Schönheitsfehler”,
da bei der Entfernung der blutgefüllten Venen zwangsläufig
Blutergüsse auftreten. Diese können zum Teil vermehrt sein,
da bei uns die Varizenoperation unter Heparin-Schutz zur Thromboseprophylaxe
durchgeführt wird. Die Hautverfärbungen bilden sich innerhalb
von vier bis acht Wochen zurück.
Welche
Venen können verödet werden?
Sinnvoll ist es nur, die kleinen sog. Besenreiservarizen
oder netzartige kleine Venen (retikuläre Varizen) zu veröden.
Bei der Verödung von großen Venen kommt es sehr häufig
vor, dass die durch das reizende Verödungs- Mittel verursachte
Entzündung und Thrombose sich wieder zurückbildet und die
Vene wieder durchgängig wird, so dass der gleiche Zustand wie
vorher besteht.
Wann können
Besenreiservarizen verödet werden?
Frühenstens etwa vier bis sechs Wochen nach einer
Varizenoperation wenn alle Verfärbungen von Blutergüssen
verschwunden sind.
Ist es
gefährlich, wenn manche Hautbezirke nach der Operation gefühllos
sind?
Nein. Dies ist auf eine Verletzung von kleinen Hautnerven
zurückzuführen, die man bei der Entfernung der Krampfadern
nicht sieht und die deshalb mitverletzt werden können. Diese
Hautnerven wachsen jedoch im Verlauf von ein bis zwei Monaten wieder
ein und die Taubheit bildet sich zurück.
Wann werden
die Pflaster entfernt?
Am Tag der Entlassung und dann erst bei der Fadenentfernung.
Muss ich
sofort nach der Entlassung zum Hausarzt gehen?
Nein, dies ist im Prinzip erst zur Fadenentfernung nötig.
Wer entfernt die Fäden?
Entweder Ihr Hausarzt oder bei uns.
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