| Arterielle Durchblutungsstörungen |
| Die arterielle Verschlußkrankheit
(AVK) oder auch
"die Schaufensterkrankheit"
Warum "Schaufensterkrankheit"? Weil die Betroffenen nach kurzer Gehstrecke Wadenschmerzen bekommen und dann stehen bleiben müssen. Wenn die Durchblutung wieder zu genügend Sauerstoffversorgung für das Gewebe geführt hat, können sie wieder weitergehen. Die arterielle Verschlußkranheit ist ein ernstes Krankheitsbild, das eine Schädigung der Blutversorgung im ganzen Körper bedeuten kann. Es kann auch die Durchblutung des Herzmuskel's (Herzinfarkt!) der Nieren (Niereninsuffizienz) und des Gehirnes (Schlaganfall) beeinträchtigt sein. Die Lebenszeit ist bei den betroffenen Patienten verkürzt, wenn sie nicht adäquat behandelt und überwacht werden und wenn sie vor allen nicht bereit sind ihre Ernährung (siehe jüngst Präsident Clinton) zu ändern, Rauchen aufzuhören und ggf. Gewicht abzunehmen. Ausdauersport kann das Auftreten der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) um 25% senken! Man kann also viel für sich selbst tun mit einer gesunden Lebensführung. Die Schweregrad der Erkrankung wird in vier Stadien eingeteilt: Stadium
I bedeutet Gefäßveränderungen im Sinne von Verengungen
bis hin zum Gefäßverschluss, die jedoch vom Erkrankten
im täglichen Leben unbemerkt bleiben. Betroffene geben
in diesem Stadium allenfalls eine frühe Ermüdbarkeit der
Muskulatur (z. B. der Waden) oder eine Temperaturdifferenz der Füße
an. Stadium
II ist gekennzeichnet durch eine bereits erhebliche durchblutungsbedingte
Behinderung der Belastbarkeit der Beine bzw. der Arme. Die Betroffenen
leiden unter Schmerzen in den Waden oder Oberschenkeln beim Treppensteigen,
Bergaufgehen oder sonstiger stärkerer Belastung, müssen
schmerzbedingt stehen bleiben und eine Erholung der Muskulatur abwarten
(Schaufensterkrankheit). Bei
Durchblutungsstörung des Hirnes treten eindeutige Symptome auf,
die sich im Sinne einer vorübergehenden Unfähigkeit zu sprechen
(Aphasie) oder in einer rasch vorübergehenden Lähmung einer
Hand, eines Beines oder auch einer Körperhälfte ausdrücken
(transitorisch ischämische Attacke, TIA). Auch ein vorübergehendes
"Flecken Sehen" oder eine kurzfristige Blindheit auf einem
Auge kann durch eine solche Durchblutungsstörung des Gehirns
ausgelöst werden. Stadium
III bedeutet, dass die Durchblutung aufgrund der Gefäßveränderungen
so stark eingeschränkt ist, daß die Betroffenen auch im
Bett liegend nachts über Schmerzen in der Muskulatur als Zeichen
einer Minderdurchblutung klagen. Ist die Durchblutung bereits in diesem Maße eingeschränkt, droht der Verlust der Extremität. Übertragen auf die Hirndurchblutung bedeutet das häufiges Auftreten von oben genannten Symptomen oder bereits die Ausbildung eines akuten Schlaganfalls mit entsprechenden Ausfällen bestimmter Hirnfunktionen, je nachdem welcher Hirnbezirk entsprechend gestört ist. Im Stadium IV haben die Gefäßveränderungen
ein so ausgeprägtes Ausmaß angenommen, dass die Durchblutung
des Gewebes nicht mehr zur Aufrechterhaltung des Grundstoffwechsels
ausreicht. Es kommt zum Absterben von Gewebe (Nekrose). An
den Beinen entstehen durch das Absterben von Hautarealen Geschwüre
oder es kommt zum vollständigen Absterben von Zehen, die dann
schwarz werden. |
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Inhalt,
Zahlen, Daten und Fakten (c) 2002 Prof. Dr. Stefan von Sommoggy
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2002 Prof. Dr. Stefan von Sommoggy