Wussten Sie:
15 Millionen Bundesbürger tragen 400 Millionen Übergewicht mit sich herum!
Artikel: "Adipositas und Gefäßchirurgie" H.-J. Hermanns Gefässchirurgie 2009 .14: 477- 484
"Neue Grippe"(Schweine Grippe) und "saisonale Grippe".
Häufig gestellte Fragen (FAQ)und Antworten des Robert Koch Instituts:
Saisonale Grippe (bitte klicken)
Eröffnung Ambulantes Operationszentrum in Rosenheim (Aicherpark)
Äussere Münchener Str., 9483026 Rosenheim (Parkplätze vorhanden)
wird am 22.10.2009 eröffnet.
Wir bieten dort ambulante Phlebektomien (Varizen-, Krampfader-) Operationen unter modernsten Bedingungen an.
Ab 26.10 werden dort jeweils Montags, (bei Bedarf auch noch später an anderen Tagen) Operationen von erfahrenen Fachärzten für Gefäßchirurgie aus unserem Team durchgeführt.
Modernste Geräte, angenehmes Ambiente und schnelle Behandlung auf höchstem Niveau.
Natürlich werden aber auch am BHZ Vogtareuth diese Eingriffe weiterhin angeboten!
Die derzeitige Ärzte-Mannschaft der Gefäßchirurgie
Neu - Neu - Neu in unserem Behandlungsspektrum
Die CELON- oder RFITT-Methode zur Varizen-Krampfaderbehandlung. Sie hat gegenüber der Laser-Therapie (ELT-Methode) und der Radiofrequenz-Methode (VNUS) den Vorteil, dass eine Hitzeschädigung außerhalb der Vene vermieden wird, weil der Verschweißungskatheter selbst „kalt“ bleibt. Es wird nur in der Venenwand selbst ein Mikrowelleneffekt erzeugt und die Hitze wird nicht, wie bei der VNUS-Methode vom Katheter abgegeben. Damit ist die Verletzung von Begleitstrukturen außerhalb der Vene fast mit Sicherheit vermieden. Die Hitzeentwicklung in der Venenwand wird zusätzlich dauernd messtechnisch kontrolliert und eine zu starke Hitzeentwicklung angezeigt. 
Es ist jedoch in den meisten Fällen notwendig, zusätzlich noch die übrigen im Unterschenkelbereich und in den Seitenästen vorliegenden, varikös veränderten Venen durch kleine Mikroincisionen zusätzlich chirurgisch zu entfernen.
Alternativ dazu können diese übrig gebliebenen Venen natürlich auch einer Verödungstherapie zugeführt werden, die heute in erster Linie in Form einer Schaumverödung erfolgt.
Wir freuen uns in der CELON-Methode dieses moderne und derzeit wohl beste Verfahren in geeigneten Fällen anbieten zu können. Der Leistenschnitt wird dabei vermieden und der Eingriff „minimal invasiv“.
siehe auch ein Video zu dieser neuen Methode hier klicken: RFITT-Video
und ein interessater Artikel (eher für Ärzte geeignet) meines Freundes Prof. Bernd Steckmeier zu diesem Thema:
Endoluminale Behandlung der Varikosis –
Besser als Operation ?
115. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) 18. bis 22. April 2009, Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden
DGIM warnt vor Vorboten von Gefäßerkrankungen
Potenzprobleme beim Mann deuten auf Herzkreislaufschäden hin
Wiesbaden – Lässt bei älteren Männern die Fähigkeit zur Erektion nach, kann dies ein erstes Anzeichen für Schäden und Beläge in den Blutgefäßen im gesamten Körper sein. Die Betroffenen sollten sich deshalb vom Spezialisten untersuchen lassen, empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Häufig ließen sich Erektionsstörungen auch ohne Potenzpille behandeln, so die Internisten. Über Erektionsprobleme als Vorbote von Atherosklerose und koronarer Herzkrankheit (KHK) diskutieren sie auf dem 115. Internistenkongress, der vom 18. bis 21. April 2009 in Wiesbaden stattfindet.
100ste Aorten-Stentprothese zur Behandlung von Aortenaneurysmen (Aussackungen der Hauptschlagader) am Behandlungszentrum Vogtareuth
Mit zunehmender Wandschwäche der Aorta bedingt durch das Alter, Bluthochdruck, Nikotinkonsum und Zuckerkrankheit sowie erhöhten Blutfettwerten, kann es zu einer ballonartigen Aussackung ( Aneurysma ) der Aorta kommen.
Dies passiert am häufigsten unterhalb des Ursprunges der Nierengefäße aus der Aorta, also etwas oberhalb des Bauchnabels.
Gelegentlich tritt ein solches Aneurysma aber auch an der Brustschlagader auf. Erreicht das Aneurysma - entsprechend einem Luftballon - eine kritische Größe, kommt es zum Platzen ( Ruptur ) mit schwersten inneren Blutungen. Dies führt in ca. 50 % der Fälle zum sofortigen Tod. Von den restlichen 50 % der Patienten, die das Krankenhaus noch lebend erreichen, kann auch mit modernen Behandlungsmethoden nur etwa die Hälfte am Leben erhalten werden.
Das Krankheitsbild ist heute gut untersucht, so dass bekannt ist, dass die ”kritische Größe” bei einem Durchmesser > 5 cm - etwa dem 2,5–fachen Normaldurchmesser - liegt. Ab diesem Durchmesser steigt die Rupturgefahr erheblich, so dass diese Patienten behandelt werden müssen
Als minimal invasive Behandlungsmethode ist es im Laufe der letzten Jahre gelungen, ein zweites Verfahren als Alternative zur bewährten Operation zu entwickeln.
Der Argentinier Juan Parodi führte 1990 erstmals einen solchen Eingriff am Menschen durch. Die 1991 publizierten Ergebnisse der Behandlung von fünf Patienten lösten eine Sensation aus. Im gleichen Jahr konnte Prof. von Sommoggy selbst die Operationsmethode bei einem anderen Pionier und weltbekannten Gefäßchirurgen, Prof. Frank Veith am Montefiore Hospital in New York miterleben.
Die anfänglichen Stentprothesen waren „selbstgebastelt“ und technisch nicht durchkonstruiert. Sie brachten zunächst (bei vielfach sehr unkritischer Anwendung!) viele Probleme und Komplikationen. Wir haben deshalb in den Anfangsjahren zum Wohle unserer Patienten auf die Implantation solcher Stentprothesen verzichtet. Erst als sie ausgereift und getestet waren, haben wir 1997, als Erste in unserer Region, begonnen Patienten damit zu behandeln.
Über 100 Eingriffe dieser Art wurden von uns inzwischen durchgeführt.
Diese Methode ist für den Patienten viel weniger belastend als die offene Operation. Unser ältester Patient war 89 und ist inzwischen 94 Jahre.
Riesiges Aortenaneurysma mit darin implantierter Aortenendoprothese.


Links das Handball-große Aneurysma, rechts das Metallgitter der Stentprothese


Links das vom Blut durchströmte Aneurysma, rechts der Blutfluss durch die Stentprothese nach dem Eingriff.
Die Prothese nimmt den Druck von der kranken Gefäßwand, der zur Ausweitung und schließlich zum Zerreißen der Wand mit tödlicher innerer Blutung geführt hätte.
Da die Durchführung dieser Operationsmethode ein relativ neues Feld in der Behandlung von Gefäßkrankheiten darstellt, bedarf es für die damit befassten Kliniken und Ärzte eines speziellen Trainings und ausreichender Erfahrung mit dieser Behandlungsmethode.
Wir haben uns, als technisch einwandfreie Prothesen zur Verfügung standen, damit intensiv auseinandergesetzt und können deshalb diese moderne Methode in geeigneten Fällen unseren Patienten mit einer Erfahrung in über 100 Fällen anbieten.
Cilostazol (Pletal) scheint nicht so wirksam, wie propagiert wurde (Pdf, bitte klicken)
„? Wundnetz Chiemgau ?"
am Donnerstag, 22.01.2009 , um 19:30 Uhr,
Behandlungszentrum Vogtareuth, Raum „München“
Thema:
„ Wundnetz Chiemgau:
Chancen, Kooperation, Organisation
Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr verehrter Herr Kollege,
Wir würden uns freuen, wenn sie diese Thematik gemeinsam mit uns diskutieren würden und sie bei der Veranstaltung begrüßen zu können und bitte Sie, uns den unteren (umseitigen) Abschnitt zurückzusenden (oder zu faxen 08038 90 3310).
Die Veranstaltung wird begleitet von einem Imbiss (im Sinne eines Arbeitsessens)
Mit herzlichen Grüßen
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Prof. Dr. Stefan von Sommoggy
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Dr. Michael Wolfgang Payne |
MEDIZINREPORT
Zwei der bislang größten Langzeitstudien kommen zu dem Schluss, dass weder die Vitamine C und E noch das Spurenelement Selen das Karzinomrisiko senken.
Die Ergebnisse aus zwei randomisierten Studien mit mehr als 50 000 Teilnehmern erschüttern erneut den in der US-Kultur tief verwurzelten Glauben an die segensreichen Wirkungen antioxidativer Vitamine. Nach den Publikationen im Amerikanischen Ärzteblatt (JAMA) haben weder Vitamine C und E noch Selen eine krebspräventive Wirkung. Für Selen wurde sogar ein tendenzieller Anstieg der Diabetesrate gefunden. Die Hoffnung, dass Vitamine vor Krebs schützen, gründete sich auf zwei Studien, die in den 1990er-Jahren beendet wurden. Beide hatten eigentlich ergeben, dass die eingesetzten Vitamine das Krebsrisiko erhöhen, wurden dann aber in Subgruppenanalysen ins Gegenteil umgedeutet.
Die erste Studie war der „Alpha-Tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention (ATBC) Trial“, den das US-National Cancer Institute zusammen mit der finnischen Gesundheitsbehörde zwischen 1985 und 1993 an Rauchern durchgeführt hatte. Doch statt die Raucher vor Tumoren zu schützen, erhöhte Betakarotin das Lungenkrebsrisiko. Vitamin E hatte keine Wirkung (New England Journal of Medicine 1994; 330: 1029–35). Eine Subgruppenanalyse ergab dann jedoch, dass Vitamin E das Risiko auf ein Prostatakarzinom um 32 Prozent senkte. (Dies konnte übrigens später auf einen Bias zurückgeführt werden: Teilnehmer im Selen-Arm waren bei einem auffälligen PSA-Test seltener zur Biopsie geschickt worden, BJU Int 2003; 91: 608–12).
Die zweite Studie war der „Nutritional Prevention of Cancer Trial“. An dieser Studie hatten zwischen 1983 und 1991 insgesamt 1 312 Patienten mit Hautkrebs in der Vorgeschichte teilgenommen. Die Therapie mit 200 µg Selen sollte hier das erneute Auftreten von Hauttumoren verhindern. Am Ende war deren Rate, wenn auch nicht signifikant, um zehn Prozent (Basaliome) und 14 Prozent (Spinaliome) gestiegen. Aber glücklicherweise zeigte eine Subgruppenanalyse ein um 52 Prozent vermindertes Risiko auf Prostatakarzinome.
Geringe Zunahme an Diabetes und Prostatakarzinomen
Die beiden Studien veranlassten das National Cancer Institute zum „Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial“ (SELECT). An 400 Orten in den USA, Puerto Rico und Kanada wurden rund 35 000 Männer im Alter ab 50 Jahren auf vier Studienarme randomisiert. Sie nahmen entweder 400 IU Vitamin E oder 200 µg Selen oder beide Präparate oder Placebo ein. Ursprünglich war eine Studiendauer von sieben Jahren geplant. Im Oktober wurde die Studie nach 5,46 Jahren vorzeitig abgebrochen. Das Ziel, die Rate der Prostatakarzinome zu senken, war nicht erreicht worden. Es deutete sich sogar ein leichter Anstieg der Krebsrate an. Auch die Zahl der Diabeteserkrankungen war tendenziell erhöht.
Jetzt sind die Ergebnisse im Einzelnen im Amerikanischen Ärzteblatt nachzulesen (JAMA 2009; 301: doi: 10.1001/jama.2008.862). Wie Scott Lippman vom M. D. Anderson Cancer Center in Houston und Mitarbeiter berichten, erhöhte Vitamin E das Prostatakrebsrisiko tendenziell um 13 Prozent (Hazard-Ratio [HR] 1,13; 0,95–1,35). Für Selen wurde ein Anstieg um vier Prozent (HR 1,04; 0,87–1,24) gefunden. Die Kombination beider Substanzen erhöhte das Risiko auf ein Prostatakarzinom um fünf Prozent (HR 1,05; 0,88–1,25). Für Selen wurde außerdem ein um sieben Prozent erhöhtes Risiko auf eine Diabeteserkrankung gefunden (relatives Risiko 1,07; 0,94–1,22). Vor diesem Hintergrund erklärt sich der vorzeitige Abbruch der Studie.
Die tendenzielle Erhöhung eines Krebs- und Diabetesrisikos hätte bei anderen Substanzen möglicherweise dazu geführt, dass das National Cancer Institute von der Einnahme abrät. Die Empfehlung (auf der Homepage der Studie) lautet indes, dass man keinesfalls mehr als ein Multivitamin zur selben Zeit einnehmen sollte. Den Teilnehmern wurde zudem angeboten, Finasterid einzunehmen, das nach einer Studie aus dem Jahr 2003 die Rate der Prostatakrebsfälle um 25 Prozent gesenkt hatte. Wegen der gleichzeitig beobachteten erhöhten Rate von High-Grade-Tumoren hat sich diese Empfehlung jedoch nicht durchgesetzt.
Die zweite, jetzt publizierte Studie ist die Physicians Health Study II. An ihr beteiligten sich 14 641 männliche US-Ärzte im Alter über 50 Jahre, von denen 1 307 eine Krebsdiagnose in der Vorgeschichte hatten. Sie nahmen über einen Zeitraum von durchschnittlich acht Jahren entweder Vitamin E (400 IU alle zwei Tage) oder Vitamin C (500 mg täglich) ein. Beide Vitamine konnten sie weder vor einem Prostatakarzinom noch vor anderen Krebserkrankungen schützen (JAMA 2009; 301: doi:10.1001/jama.2008.862).
Für Vitamin E errechnen Michael Gaziano vom Brigham and Women’s Hospital in Boston und Mitarbeiter eine Hazard-Ratio von 0,97 (0,85–1,09), also einen Rückgang um drei Prozent. Für alle Krebsdiagnosen zusammen gab es einen Anstieg um vier Prozent (HR 1,04; 0,95–1,13). Auch Vitamin C schützte nicht vor Krebs: Hazard-Ratio 1,01 (0,92–1,10) auf die Gesamtkrebsrate und 1,02 (0,90–1,15) für das Prostatakarzinom.
Es erscheint nahezu ausgeschlossen, dass beide Studien eine protektive Wirkung übersehen haben. Wer allerdings denkt, dass damit die Hypothese einer krebspräventiven Wirkung endgültig vom Tisch ist, sieht sich nach der Lektüre des Editorials eines Besseren belehrt (JAMA. 2009; 301: doi: 10.1001/jama.2008.863).
Peter Gann von der Universität von Illinois in Chicago spricht sich dafür aus, dass den beiden jetzt publizierten Studien der ersten Generationen Studien einer weiteren Generation folgen könnten. Dort würden die Vitamine dann – vielleicht nach Durchführung von Gentests – gezielt an jene Patienten verordnet werden, denen sie auch nützten. Der Glaube an die Vitamine scheint auch unter Wissenschaftlern in den USA unerschütterlich zu sein. Dabei hatten frühere Studien auf eine erhöhte Rate von Herzinsuffizienzen nach Einnahme von Selen und Vitamin E hingewiesen (JAMA 2005; 293: 1338–47).
Eine im letzten Jahr publizierte Metaanalyse fand sogar eine leicht (aber signifikant) erhöhte Mortalität (JAMA 2007; 297: 842–57), die zuvor schon für höhere Dosierungen des antioxidativen Vitamins beschrieben worden war (Annals of Internal Medicine 2005; 142: 37–46).
Rüdiger Meyer
Dtsch Arztebl 2008; 105(47): A-2492 / B-2118 / C-2046
AKTUELL: Akut
Bei älteren Menschen mit erhöhtem C-reaktiven Protein (CRP) scheint eine Therapie mit einem Statin auch dann sinnvoll zu sein, wenn der Cholesterinwert gar nicht erhöht ist. Zu diesem Ergebnis gelangt eine randomisierte kontrollierte Studie (NEJM 2008; 359: 2195–207), die auf der Jahrestagung der American Heart Association in New Orleans ein beträchtliches Medienecho auslöste. In der „Justification for the Use of statins in Primary prevention: an Intervention Trial Evaluating Rosuvastatin“ oder JUPITER-Studie hatten an 1 315 Zentren in 26 Ländern 17 802 Patienten teilgenommen, deren Cholesterinwert (LDL-Cholesterin unter 130 mg/dl) nicht erhöht war und bei denen deshalb nach den derzeitigen Leitlinien keine Indikation für eine Statintherapie gegeben war. Bei den teilnehmenden Männern über 50 Jahre und den teilnehmenden Frauen über 60 Jahre war jedoch das hochsensitive C-reaktive Protein erhöht (= 2,0 mg/l), was auf einen entzündlichen Prozess im Körper schließen lässt, der in diesem Alter häufig auf eine Atherosklerose zurückzuführen ist. Die Studie sollte klären, ob in dieser Situation eine cholesterinsenkende Therapie sinnvoll ist, auch wenn die Cholesterinwerte gar nicht erhöht sind. Die Teilnehmer wurden auf 20 mg/die Rosuvastatin oder Placebo randomisiert.
Wendepunkt für die kardiovaskuläre Prävention?
Das Statin senkte nicht nur den Cholesterinwert um die Hälfte (auf durchschnittlich 55 mg/dl) und den CRP um 37 Prozent, es kam auch zu einer erheblichen Reduktion in den klinischen Endpunkten der Studie, mit der Folge, dass die Studie nach median 1,9 Jahren (von geplanten 4,0 Jahren) vorzeitig abgebrochen wurde. Ergebnisse: Der primäre Endpunkt der Studie war ein weit gefasster Composite zu kardiovaskulären Ereignissen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, arterielle Revaskularisierung, Hospitalisierung wegen einer instabilen Angina pectoris oder Tod. Er wurde unter der Therapie mit Rosuvastatin von 142 Teilnehmern (0,77/ 100 Patientenjahre) erreicht, im Placeboarm aber von 252 Teilnehmern (1,36/100 Patientenjahre). Das ergibt eine Hazard-Ratio von 0,56 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,46 bis 0,69). Die Statintherapie senkte die Zahl der kardiovaskulären Ereignisse somit hochsignifikant (p < 0,00001) um 44 Prozent. Diese Ergebnisse würden die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf eine neue Ebene stellen, wird Douglas Weaver, Präsident des American College of Cardiology, zitiert. rme
In einem Dokumentarfilm erfährt der schwarze Südafrikaner Hamilton Naki späte Anerkennung (DÄ 42/2008: „Dokumentarfilm ,Hidden Heart‘: Die wahre Geschichte der ersten Herztransplantation“ von Annette Tuffs).
Leserbrief zu diesem Artikel:
. . . Ich war mit Hamilton Naki befreundet und habe ein Jahr lang mit ihm täglich zusammengearbeitet, im Tierlabor des Groote-Schuur-Hospitals (im J. S. Marais Theatre der Medical School). Mein vorbehaltloser Umgang mit den schwarzen Mitarbeitern wurde damals misstrauisch gesehen. Hamilton war ein manuell sehr geschickter operationstechnischer Assistent, aber auch nicht mehr. Sein beruflicher Werdegang befähigte ihn nicht dazu, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten oder Operationsmethoden eigenständig weiterzuentwickeln. Zu Gefäßnähten wäre er nicht in der Lage gewesen. Dazu war seine Technik zu grob. Ich habe damals, zusammen mit dem jetzigen chirurgischen Chef des Groote-Schuur-Hospitals, Dale Kahn, zahlreiche Lebertransplantationen an Schweinen durchgeführt. Wir haben unter Assistenz von Hamilton Naki (und anderern operationstechnischen Assistenten) jeweils die Lebern zweier Schweine getauscht. Wegen der nicht optimalen Gefäßlänge, wie sie demgegenüber bei einem Transplantat möglich ist, waren die Eingriffe dadurch etwas schwieriger. Hamilton hat sicher jungen Chirurgen die Herztransplantation an Hunden nahebringen können, aber eine humane Herztransplantation hätte er selbst nicht durchführen können. Hier muss der Kredit schon Christiaan Barnard gewährt werden. Es kann auch keine Rede davon sein, dass er später „ausführender Arm seines Chefs gewesen sei, der wegen Rheumas nicht mehr operieren konnte“. Auch wenn die Geschichte eines „genialen autodidaktischen schwarzen Chirurgen“ journalistisch (und politisch) reizvoll wäre: Hier muss man „die Kirche im Dorf lassen“. Hamilton Naki wurde unter der schrecklichen Apartheid Schulausbildung und ärztliche Karriere verwehrt. Er war sehr arm. Dale kaufte ihm einmal ein Paar Schuhe, und ich überließ ihm meine Besitztümer, als ich nach Deutschland zurückging. Er hatte ein großes Herz und wollte in seinem „Homeland“ später eine Schule bauen, um anderen begabten Kindern einen anderen, besseren Lebensweg zu ermöglichen. Erfreulich, dass er das Ende der Apartheid erleben und noch Ehrungen erfahren durfte.
Prof. Dr. med. Stefan von Sommoggy, Klinik für operative und interventionelle Gefäßchirurgie,
Behandlungszentrum Vogtareuth, Schön-Kliniken, Krankenhausstraße 20, 83569 Vogtareuth


